Lebenslauf kurz – und knackig

Berufserfahrung

Senior Colorist | Fotograf | Videograf | Freelence | 2025 – heute

Senior Colorist | Deli Creative Collective, Hamburg | 2009 – 2025

Senior Colorist | Croma TV | 2008 – 2009

Senior Colorist | ACHT Frankfurt | 2006 – 2009

Senior Colorist | Deli Postproduktion, Hamburg | 2002 – 2006

Colorist | Das Werk, Hamburg | 1997 – 2002

Junior Colorist | AV Hartwig  | 1995 – 1997

Post Produktion  | Filmhaus München | 1993 – 1994

MAZ Technik  | AV Hartwig  | 1989 – 1993

Cebra Filmproduktion | 1988 – 1989

«Die schönsten Jobs sind die, bei denen die Kunden die Grading Suite mit einem Lächeln verlassen.»

Lebenslauf – episch

Es begann alles im Jahre 1989 mit einem Praktikum in München. Bei der Filmproduktion CEBRA landete ich schnell in einem Keller, wo ich mir den Raum mit einem Arri-Tisch, einem U-matic-Schnittplatz und einem Tonstudio teilen musste. Nach neun Monaten hieß es: „Für einen Praktikanten weißt du zu viel, für einen Angestellten zu wenig. Mach dein nächstes Praktikum doch bei einem Postproduktionsdienstleister.“ Also landete ich bei AV Hartwig Multivideo. Dort stellte man mich aber direkt fest an, und so durchlief ich diverse Abteilungen und blieb an einem Filmabtaster, einem Rank Cintel Mark III, hängen, an dem mich Bertl Grabmeyer (eine Ikone der damaligen kleinen Coloristenszene) ausbildete.

Nach vier Jahren wechselte ich dann noch einmal in eine Filmproduktion. Im Filmhaus München von Bulle Bernd verbrachte ich wieder neun Monate in einem (Post-)Keller. Diesmal in Gesellschaft eines Betacam-Schnittplatzes, eines Avids und einer Sprecherkabine.

Um einiges an Erfahrung reicher ging es wieder zurück zu Hartwig, an meinen geliebten Filmabtaster, der sich nun zu einem URSA weiterentwickelt hatte.

Nach weiteren 2,5 Jahren hieß es dann Abschied nehmen von München, um die andere Seite von Deutschland kennenzulernen. In Hamburg eröffnete das WERK einen neuen Standort, und da ging es dann wirklich ab.

Rank URSA Diamond und später C-Reality hießen dort meine ständigen Begleiter, an denen ich mehr Zeit verbrachte als in meiner Wohnung.

Es war die Zeit von VIVA und MTV. Die deutsche Musikclip-Szene (Gott sei ihrer Seele gnädig) expandierte, und die Anzahl der von mir mit Looks versorgten Musikclips ging in die Hunderte. A-ha, Lionel Ritchie, Rammstein, Marius Müller-Westernhagen und unzählige DJ Diddeldaddeldu fraßen ihre Kilometer durch meinen Filmabtaster.

Eine geile Zeit mit tollen Leuten, Partys und gesundheitsschädlichem Lebenswandel.

Die Jahre gingen ins Land, Musikclips wechselten zu Werbespots. Der URSA wurde zu einer C-Reality, und nach der Dotcom-Krise wurde das WERK zu Pictorion. Nach 6,5 Jahren wechselte ich zur Neugründung DELI. Auch dort hieß es fröhlich weitergraden. Eine Aufzählung aller Markennamen aus dem Beauty-, Food- oder Car-Bereich würde jetzt zu weit gehen. Dort war ich mit einem Shadow oder Spirit Telecine ausgestattet.

Ungefähr in dieser Zeit fing ich an, auch mal selber hinter einer Fotokamera tätig zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich nämlich ganz hervorragend über das Licht anderer meckern, ich konnte es aber nicht selber setzen. Nicht, dass ich mich jetzt „lichtsetzender Kameramann“ nennen würde, aber ich kann nun Bilder besser lesen.

Die Fotografie wurde zu einer Leidenschaft, die meinen Blick deutlich erweiterte. Sie profitierte von meiner nun schon jahrelangen Erfahrung in der Bearbeitung von Filmen, und umgekehrt bekam ich als Colorist noch tiefere Einblicke in die Materialien, die ich farblich optimierte.

2006 erschien unser erster Bildband „Täglich Hamburg“, den ich mit meiner Partnerin Nicole Keller veröffentlichte und mit einer Ausstellung im Rahmen des Architektursommers präsentierte. Und es sollten einige Bücher und nationale und internationale Ausstellungen folgen (siehe unten im Verzeichnis). 

Vom stehenden Bild zum bewegten Bild war es dann ein naheliegender Schritt, und ich konnte ein altes Hobby aus Schulzeiten wieder aufleben lassen, nun mit einem gehörigen Schuss Professionalität und Kenntnissen in der Postproduktion. Mein erster Kurzfilm „Nicht wie in Helsinki“ wurde auf dem Filmfestival Weiterstadt gezeigt und auch die „Tridomino“ Reihe lief auf verschiedenen Festivals. Zu diesen freien Projekten gesellten sich dann auch Auftragsarbeiten für z.b. Ikea, Hamburg Marketing und Chezz it.

Doch nun zurück zum Grading und die Zeit etwas zurückgedreht.

Die Filmbranche fing an, sich zu verändern. Die RED und die Canon 5D Mark II erschienen und nahmen dem analogen Film immer mehr Marktanteile ab. Nonlineare Grading-Systeme wie Lustre, Nucoda und Baselight (Resolve gab es in der heutigen Form noch nicht) begannen, für den echtzeitverwöhnten Werbemarkt interessant zu werden.

Eben solch ein Baselight stand in Frankfurt bei der ACHT – ohne jemanden, der es bediente. So machte ich mich für 2,5 Jahre an den Main, um in die neue Welt der nonlinearen Farbkorrektur einzutauchen.

Es war nun das Jahr 2009, und obwohl es um Frankfurt herum sehr schön war, fühlte ich mich stärker nach Hamburg hingezogen. Ich konnte meinen alten Arbeitgeber DELI davon überzeugen, sich auch ein Baselight anzuschaffen – und mich gleich dazu.

Von da an blieb ich bei „meiner“ DELI, bis sich im September 2025 für immer die Türen schlossen. Das Baselight habe ich mit nach Hause genommen, wo es sich nun einen kleinen Raum mit einem Resolve teilt.

Nun heißt es, einen neuen Berufsabschnitt zu betreten. Zum Colorgrading gesellen sich nun die in der Vergangenheit „nebenbei“ betriebenen Berufszweige der Fotografie und der Videografie dazu.

Ein Perspektivwechsel, der mir bei der Arbeit als Colorist schon immer geholfen hat.

Ausstellungsverzeichnis/Veröffentlichungen  national & international

• 20 Jahre Täglich Hamburg  | HH Architektursommer | Galerie Multiple Box | Hamburg | 2026

• Tridomino Multi Teil 3 | Zentrum Baukultur  | Mainz | 2025

• Tridomino Multi Teil 1 | Filmfestival Weiterstadt | Weiterstadt | 2024

• Tridomino Multi Teil 2 | Zentrum Baukultur  | Mainz | 2024

• Tridomino Multi Teil 1 | Filmtage Rüsselsheim | 2024

• Tridomino Multi Teil 1 | Zentrum Baukultur  | Mainz | 2023

• Hochebenen | Affordable Art Fair | Galerie Rieck | Hamburg | 2023

• Provisorium | Europäischer Architekturfotografie-Preis architekturbild e.V. | DAM | Frankfurt a.M. | 2023

• Städtische Verdichtung | HH Architektursommer | Galerie Multiple Box | Hamburg | 2023

• Städtische Verdichtung | Ein Monat Baukultur | Jupiter | Hamburg | 2022

• Dilemma | Gruppenausstellung | Jupiter | Hamburg | 2022

• Städtische Verdichtung | Triennale Expanded | Kraftwerk Bille | Hamburg | 2022

• City-Hof, An- und Einblicke | Credit Exhibit | Hamburg | 2019

• City-Hof, An- und Einblicke | HH Architektursommer | Galerie Multiple Box | Hamburg | 2019

• Nicht wie in Helsinki | Filmfestival Weiterstadt | Weiterstadt | 2018

• Hotel-Reichshof | Galerie Multiple Box | Hamburg | 2015

• Jugendstil & Altersklasse | CCH | Hamburg | 2013

• Jugendstil & Altersklasse | Cité Universitaire | Paris | 2013

• Jugendstil & Altersklasse | Goethe Institut | Montpellier | 2012

• Jugendstil & Altersklasse | Körber-Stiftung | Hamburg | 2012

• Hamburg-Shanghai | Expo, Hamburg Haus | Shanghai | 2010

• Hamburg-Shanghai | Hanse-Office | Brüssel | 2010

• Tales of two cities | Urban Planning Museum | Shanghai | 2009

• Hamburg-Osaka | Rathaus | Osaka | 2009

• Hamburg-Shanghai | China Summit Handelskammer | Hamburg | 2008

• Real Shanghai | Gruppenausstellung Shanghai Urban Public Space | Landsend | Hamburg | 2008

• Hamburg-Shanghai | Rathausdiele | Hamburg | 2008

• Täglich Hamburg | HH Architektursommer | Galleria Passage | Hamburg | 2006

• Video Wiesn Wettbewerb | TV Weiss Blau | München | 1990

Buchpublikationen

• Genusshelden für Hamburg | Junius Verlag | 2019

• City-Hof, An- und Einblicke | Junius Verlag | 2018

• Hotel Reichshof Hamburg | Wasmuth Verlag | 2015

• Ausstellungskatalog Jugendstil & Altersklasse | Körber-Stiftung | 2012 

• Hamburg-Osaka | Parallelen und Gegensätze | Senatskanzlei HH | 2009

• Hamburg-Shanghai | Parallelen und Gegensätze | Senatskanzlei HH | 2009

• Ausstellungskatalog Shanghai Urban Public Space | Jovis Verlag | 2008

• Hafenbuch Hamburg | Junius Verlag | 2008

• Hamburg-Shanghai | Buch zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum | Senatskanzlei HH | 2006

• Täglich Hamburg | Junius Verlag | 2006